Ein Traum wird wahr: Weltmeister im Para-Radsport
Die Para-Straßenrad-Weltmeisterschaft in Huntsville liegt nun ein paar Tage hinter mir, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, um euch persönlich ein kurzes Fazit der Titelkämpfe zu geben und mich für eure Unterstützung zu bedanken.
Im Einzelzeitfahren ist mir das gelungen, wovon ich das ganze Jahr geträumt habe: der Weltmeistertitel. Ein enges, forderndes Rennen, das sich am Ende zu meinen Gunsten entschieden hat, und einer der schönsten Momente meiner sportlichen Laufbahn.

Im Straßenrennen wenige Tage später war ich in einer Spitzengruppe von fünf Fahrern voll im Kampf um die Medaillen. Kurz vor dem Ziel kam es dann durch wirklich unsportliches Verhalten eines Konkurrenten zu einem Sturz, der mich die Chance auf eine weitere Medaille gekostet hat. Glücklicherweise ist dabei nichts Schlimmeres passiert, es blieb bei Materialschäden am Rad. Das bleibt sportlich natürlich ärgerlich, ändert aber nichts an der riesigen Freude über den Weltmeistertitel, mit dem ich diese WM in erster Linie verbinden werde.
Was in solchen Momenten oft im Hintergrund bleibt: Ein Erfolg wie dieser entsteht nie allein auf dem Rad. Mein Trainerstab, mein Physio und unser Doc haben rund um die WM enorm viel organisiert und mir und dem gesamten Team den Rücken freigehalten. Ein ganz genauso großer Faktor ist meine Familie, die mich bei all dem immer und bedingungslos unterstützt.
Neben dem Weltmeistertitel konnte ich in dieser Saison weitere wichtige Erfolge feiern. Bei den Para-Rad-Europameisterschaften im Juni gewann ich sowohl im Einzelzeitfahren als auch im Straßenrennen die Bronzemedaille.
Zum Abschluss konnte ich mir bei der Deutschen Meisterschaft im Oktober außerdem den Sieg im Straßenrennen sichern und damit den Deutschen Meistertitel gewinnen.
Rückblickend war 2026 damit eine meiner erfolgreichsten Saisons im Para-Radsport.




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